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Codebeamer 3.0 Upgrade: Warum es wichtig ist und warum besondere Sorgfalt erforderlich ist
Codebeamer 3.0 stellt eine bedeutende Weiterentwicklung der Plattform dar und bringt umfassende Verbesserungen in den Bereichen Performance, Skalierbarkeit, Handling von Working-Sets, Konfigurationsmanagement, Benutzeroberfläche und Dokumenten-Workflows. Zudem werden architektonische Anpassungen eingeführt, die Datenbanken, Cluster-Setups und Legacy-Working-Sets betreffen. Diese Neuerungen bieten langfristigen Mehrwert, machen ein Upgrade jedoch zu keinem Routinevorgang. Dieser Beitrag erläutert, warum das Upgrade relevant ist, stellt die wichtigsten neuen Funktionen vor und erklärt, warum eine sorgfältige Planung, Vorbereitung und fachliche Unterstützung notwendig sind.

Warum das Upgrade auf Codebeamer 3.0 entscheidend ist
Codebeamer 3.0 ist mehr als ein inkrementelles Update. Es umfasst Änderungen, die darauf abzielen, große Engineering-Umgebungen zu beschleunigen, die Wiederverwendbarkeit zu verbessern und die Plattform an die Anforderungen von Digital Thread und Compliance anzupassen.
1. Verbesserungen von Performance und Skalierbarkeit
Lang laufende Prozesse werden nun auf dedizierte Hintergrundserver verlagert, und die Nutzung von Read-Replica-Datenbanken wird ermöglicht. Das Ergebnis ist ein deutlich reaktionsschnelleres System, das größere und datenintensive Engineering-Umgebungen unterstützt
2. Modernisierte Datenbankunterstützung
MySQL wird in Codebeamer 3.0 nicht mehr unterstützt. Organisationen, die MySQL nutzen, müssen ihre Systeme auf PostgreSQL oder Oracle migrieren. Diese architektonische Änderung erfordert sorgfältige Planung, Validierung und Tests, insbesondere bei individuell angepassten Schemas oder Integrationen.
3. Sichereres und präziseres Konfigurationsmanagement
Codebeamer 3.0 stärkt die Prozesse rund um Konfigurationsmanagement, Versionierung und Wiederverwendung. Dazu gehören eine vorhersagbarere Vererbungslogik, verbesserte Referenzhandhabung und erweiterte Tools zur Abhängigkeitserkennung in Berechnungsfeldern.
4. Schnellere und zuverlässigere Variantenverwaltung
Die Erstellung von Working-Sets erfolgt nun deutlich schneller und konsistenter. Zusammen mit optimiertem Tracker-Verhalten und Vererbungslogik können Teams Produktvarianten effizienter und fehlerärmer verwalten.
5. Verbesserte Benutzeroberfläche und Dokumenten-Workflows
Die aktualisierte UI, neue Layout-Kontrollen, erweiterte Vergleichsansichten und dokumentenbasierte Bearbeitung sorgen für reibungslosere tägliche Arbeitsprozesse.
6. Stärkere Sicherheit und Administration
Neue Konfigurationsoptionen ermöglichen Administratoren die Steuerung von Security-Headern, den Zugriff auf tiefere Systemlogs und bessere Einblicke in interne Berechnungen und Systemperformance.
Neue Funktionen in Codebeamer 3.0
1. Verbesserungen bei Working-Sets
Die Erstellung von Working-Sets ist schneller, stabiler und vorhersehbarer. Legacy-Working-Sets müssen jedoch über ein spezielles Tool aus der Zwischenversion 2.2.1.x migriert werden. Gleichzeitig wird das Zusammenspiel von Working-Sets mit Trackern und Vererbungslogik optimiert, wodurch Inkonsistenzen in komplexen Templates reduziert werden.
2. Cluster-Optimierungen
Die neue Cluster-Architektur unterstützt Hintergrundverarbeitung und Read-Only-Datenbank-Replikate. Dies verringert die Last auf Primärknoten erheblich und erhöht die Stabilität bei Operationen wie Baseline-Erstellung, Synchronisation oder Massenupdates.
3. Tracker- und UI-Verbesserungen
Neue UI-Optionen ermöglichen schnellere Navigation und bessere Sichtbarkeit von Referenzen, Eigenschaften und Item-Anzahlen – besonders in großen Projekten. Administratoren erhalten zudem zusätzliche Konfigurationsmöglichkeiten zur Performance-Optimierung.
4. Administrative und Entwicklungs-Updates
Erweiterte Konfigurationen erlauben tiefere Systemlogs, Security-Header-Management und klarere Einblicke in interne Berechnungen. Gleichzeitig wurde veraltete Abhängigkeits-Funktionalität entfernt, um Unvorhersehbarkeiten in komplexen Tracker-Netzwerken zu vermeiden.
WUSSTEN SIE SCHON?
Viele Performance-Engpässe in älteren Codebeamer-Installationen resultieren aus Legacy-Working-Sets, die vor Jahren erstellt wurden. Codebeamer 3.0 reduziert die Auswirkungen dieser veralteten Logik durch strukturelle Verbesserungen.
Warum beim Upgrade Vorsicht geboten ist
Trotz der klaren Vorteile ist das Upgrade technisch anspruchsvoll, da mehrere größere architektonische und funktionale Änderungen eingeführt werden.
1. Pflicht zur Migration von MySQL
Da MySQL nicht mehr unterstützt wird, müssen Datenbanken auf PostgreSQL oder Oracle migriert werden. Dies erfordert Schema-Überprüfung, Integrationstests und sorgfältige Migration großer Datenmengen.
2. Notwendiges Zwischen-Upgrade
Ein direkter Wechsel von älteren Versionen auf 3.0 ist nicht zulässig. Zunächst muss die Version 2.2.1.x installiert werden, die das System auf die strukturellen Änderungen der Version 3.0 vorbereitet.
Dieser Zwischenschritt umfasst:
1) Kompatibilitätsanpassungen,
2) Migrationswerkzeuge für Legacy-Working-Sets,
3) aktualisierte Architekturgrundlagen für die neue Version.
Das Überspringen dieses Schritts kann zu fehlerhaften Komponenten, inkompatiblen Datenstrukturen, beschädigten Referenzen oder Problemen in vererbten Tracker-Strukturen führen.
3. Migration von Legacy-Working-Sets
Ältere Working-Sets müssen über ein spezielles Migrationsmodul konvertiert werden, das ausschließlich in Version 2.2.1.x zur Verfügung steht. Eine nachträgliche Durchführung ist nicht möglich und kann die Variantenverwaltung erheblich beeinträchtigen.
4. Umfangreiche strukturelle und funktionale Änderungen
Codebeamer 3.0 verändert unter anderem:
1) die Logik der Tracker-Vererbung,
2) Abhängigkeitsberechnungen in Computationsfeldern,
3) das Referenzverhalten bei Updates,
4) interne Mechanismen der Working-Set-Erstellung.
Diese Anpassungen können Auswirkungen auf kundenspezifische Templates, Prozesskonfigurationen, Integrationen und Automatisierungsskripte haben.
5. Erhöhte Testanforderungen
Aufgrund des Umfangs der Änderungen sollten Organisationen ein erweitertes Testkonzept einplanen, einschließlich:
1) Vorab-Audits,
2) Test-Upgrades (Dry-Runs),
3) funktionaler Validierung nach dem Upgrade,
4) Regressionstests über alle relevanten Engineering-Workflows hinweg.
Insbesondere große Installationen oder sicherheitskritische Branchen profitieren von einer strukturierten, sorgfältig geplanten Migrationsstrategie.
EXPERTENTIPP
Überprüfen Sie vor dem Upgrade die Vererbung Ihrer Working-Sets vollständig. Schon kleine Inkonsistenzen können nach der Migration zu Problemen in Baselines, Abhängigkeiten und Variantenmodellen führen.
Sicheren Upgrade-Pfad mit Arorian planen
Arorian unterstützt Organisationen während des gesamten Upgrade-Zyklus:
1. Vollständige Bewertung der Infrastruktur, Tracker, Working-Sets und Integrationen.
2. Datenbankmigration von MySQL zu PostgreSQL oder Oracle.
3. Durchführung des obligatorischen Zwischen-Upgrades (2.2.1.x) und Migration der Working-Sets.
4. Optimierung der Cluster-Architektur und Performance-Einstellungen.
5. Validierung von Dokumenten-Workflows und Tracker-Konfigurationen.
6. Vollständige Upgrade-Durchführung, Tests und Unterstützung der Benutzerakzeptanz.
Unsere Experten begleiten Sie bei jedem Schritt – von der initialen Bewertung bis hin zur vollständigen Bereitstellung und Post-Upgrade-Validierung.
Kontaktieren Sie uns, um Ihre Upgrade-Strategie zu besprechen.
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