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Codebeamer 3.1: Skalierbares Engineering, Traceability und intelligentes ALM weitergedacht
Engineering-Organisationen stehen heute vor einer außergewöhnlichen Kombination aus zunehmender Produktkomplexität, global verteilten Teams und steigenden regulatorischen Anforderungen. Diese Rahmenbedingungen erfordern eine ALM-Plattform, die sich skalieren lässt, ohne Klarheit, Nachvollziehbarkeit oder Compliance zu gefährden. Codebeamer 3.1 setzt genau hier an: Die Version baut auf den Grundlagen früherer Releases auf und ergänzt sie um Funktionen, die das Konfigurationsmanagement vereinfachen, den digitalen Thread stärken und alltägliche Engineering-Abläufe mit ersten KI-gestützten Assistenzfunktionen erweitern. Für Teams, die eine Migration planen, bietet das Update die Leistungsfähigkeit und architektonische Stabilität, die für modernes Systems Engineering im großen Maßstab erforderlich sind.

Konfigurationsmanagement neu gedacht: Streams
Eine der wichtigsten Erweiterungen in Codebeamer 3.1 ist die Einführung von Streams – einer neuen Methode zur Abbildung von Konfigurationsstrukturen über mehrere Projekte hinweg. Statt ausschließlich mit isolierten Working Sets zu arbeiten, ermöglichen Streams eine übergeordnete Sicht, die reale Produktarchitekturen abbildet, insbesondere bei modularen oder plattformorientierten Systemen.
Durch die Kombination aus Streams und intelligenter Referenzlogik können Teams:
1. Konsistente, projektübergreifende Strukturen pflegen.
2. Datenredundanzen reduzieren.
3. Variantenmanagement ohne Leistungseinbußen skalieren.
4. Traceability über Konfigurationen hinweg in Echtzeit sicherstellen.
Für Branchen mit strengen Anforderungen an Variantenführung und Audit-Bereitschaft ist dies ein signifikanter Fortschritt in der Modellierung und Pflege von Produktfamilien.
EXPERTENTIPP
Bevor Sie auf Codebeamer 3.1 aktualisieren, sollten Sie alle Working Sets prüfen, die auf Vererbungsregeln basieren. So lassen sich versteckte Inkonsistenzen identifizieren, die beim Umstieg auf streambasierte Konfigurationen relevant werden.
Compliance stärken durch projektübergreifende Traceability
In regulierten Branchen ist es oft schwierig, bei hunderten miteinander verknüpften Anforderungen, Tests, Risiken und Release-Paketen den Überblick zu behalten. Codebeamer 3.1 löst dieses Problem durch erweiterte projektübergreifende Traceability auf Stream-Ebene.
Teams können damit Variantenunterschiede analysieren, Auswirkungen über Releases hinweg nachvollziehen und sich besser auf Normen wie ISO 26262, IEC 62304 und vergleichbare Standards vorbereiten. Compliance wird so zu einem integralen Bestandteil des Engineering-Prozesses – nicht zu einem nachträglichen Zusatz.
WUSSTEN SIE SCHON?
Projektübergreifende Traceability zählt zu den am häufigsten geprüften Bereichen in ISO-26262- und IEC-62304-Audits – und ist ohne ein Multi-Project-Modell wie Streams nur schwer verlässlich umzusetzen.
Intelligenz im ALM: Applied AI (Beta)
Mit Applied AI (Beta) bringt Codebeamer 3.1 KI-gestützte Unterstützung in Engineering-Workflows. Erste Assistenten sind:
1. Requirements Assistant – bewertet die Qualität von Anforderungen nach Industriestandards und schlägt Optimierungen vor.
2. Test Case Assistant – beschleunigt die Erstellung strukturierter, normenorientierter Testfälle.
Diese Funktionen markieren den Übergang zu KI-unterstütztem Engineering direkt im ALM-System – inklusive Qualitätsprüfungen, Überarbeitungen und Testgenerierung.
Ein stärker vernetzter digitaler Thread
Das Release vertieft Codebeamers Rolle in Enterprise-Engineering-Umgebungen. Zu den Neuerungen zählen robuste OSLC-Integrationen, Delegated UIs für Windchill, verbesserte Kompatibilität mit IBM ETM sowie automatisierte Variantenerzeugung in Kombination mit Pure Variants.
Die Folge: weniger Systembrüche und ein stabilerer digitaler Thread, der Daten, Kontext und Entscheidungen über den gesamten Produktlebenszyklus verbindet.
WUSSTEN SIE SCHON?
OSLC-basierte Ökosysteme können manuelle Datenredundanzen um bis zu 40 % reduzieren. Die neuen Delegated UIs für Windchill in Codebeamer 3.1 erhöhen diesen Effekt deutlich.
Performance, Administration und Usability im großen Maßstab
Neben neuen Funktionen konzentriert sich Codebeamer 3.1 auf Verbesserungen im täglichen Betrieb großer Instanzen. Dazu gehören:
1. Vorhersehbarere Vererbungslogik in Trackern.
2. PostgreSQL-Read-Replica-Unterstützung für hochfrequentierte Installationen.
3. Verbesserte Navigation und Filterung.
4. Wiederverwendbare Widgets und flexiblere Layouts.
5. Optimierte Zugriffssteuerung für verteilte Teams.
Diese Optimierungen stellen sicher, dass wachsender Engineering-Content nicht zu einer komplexeren oder langsameren Benutzererfahrung führt.
Codebeamer+: Cloud-Agilität für ALM
Für Organisationen, die auf Cloud-Architekturen setzen, bietet Codebeamer+ eine gemanagte Alternative mit garantierter Verfügbarkeit, automatischen Updates und vollständig betreuter Infrastruktur. In Kombination mit Windchill+ ermöglicht die Plattform cloudbasierte Digital-Thread-Szenarien ohne Verlust von Transparenz oder Governance.
Der Weg zum Upgrade auf Codebeamer 3.1
Obwohl 3.1 auf der 3.0-Architektur aufbaut, erfordert das Upgrade eine strukturierte Planung – insbesondere bei individuellen Templates, Integrationsschichten oder älteren Working-Set-Konzepten.
WENN SIE VON CODEBEAMER 3.0 MIGRIEREN
Der Vorgang ist erheblich einfacher: Es ist keine Schema-Migration erforderlich, und Streams bauen direkt auf den bestehenden Mechanismen auf.
WENN SIE VON ÄLTEREN VERSIONEN UMSTEIGEN
Der Upgrade-Pfad entspricht dem Wechsel zu 3.0 und umfasst:
1) ein obligatorisches Zwischen-Upgrade (2.2.1.x),
2) die Migration alter Working Sets über das vorgesehene Utility,
3) Validierung von Vererbungslogik und berechneten Feldern,
4) Regressionstests für Integrationen und Automatisierung.
Typische Herausforderungen bleiben bestehen: veraltete Working Sets, ältere Tracker-Logiken, Template-Inkonsistenzen oder Integrationen, die auf Vor-3.0-Annahmen beruhen. Diese sollten vorab geprüft werden, um sicherzustellen, dass Streams und Smart References wie erwartet funktionieren.
EXPERTENTIPP
Beginnen Sie bei der Validierung des Upgrades mit variantenintensiven Projekten. Sie reagieren am empfindlichsten auf Stream-Logik und liefern frühzeitig Hinweise auf mögliche Engpässe.
Empfohlene Aktivitäten für das Codebeamer-3.1-Upgrade
1. Analyse projektübergreifender Abhängigkeiten und Variantenmodelle.
2. Prüfung des Working-Set-Verhaltens unter der neuen Stream-Logik.
3. Testen der OSLC-Integrationen und Delegated UIs.
4. Validierung von Zugriffskontrolle und Repository-Einstellungen.
5. Bewertung von Applied AI (Beta) in qualitätskritischen Workflows.
Wie Arorian Ihr Codebeamer-3.1-Upgrade unterstützt
Arorian begleitet Unternehmen über den gesamten Prozess – von der ersten Analyse bis zur produktiven Übergabe. Unser Leistungsspektrum umfasst:
1. Bewertung von Umgebungen, Trackern und Variantenstrukturen.
2. Durchführung von Zwischen-Upgrades und Working-Set-Migrationen.
3. Optimierung von Cluster- und Datenbank-Performance.
4. Funktionale und complianceorientierte Validierung.
5. Unterstützung bei der Cloud-Bereitschaft für Codebeamer+.
Ob Stabilität, Performance oder Skalierbarkeit: Wir stellen sicher, dass der Umstieg planbar und zuverlässig verläuft.
Codebeamer 3.1: Engineering für die nächste Generation
Codebeamer 3.1 ist ein bedeutender Schritt für Organisationen, die komplexe Produktentwicklungen im großen Maßstab steuern. Mit Streams, verbesserten Digital-Thread-Integrationen, höheren Leistungsreserven und ersten KI-gestützten Funktionen bietet die Version eine solide Grundlage für souveränes, regelkonformes und kollaboratives Engineering.
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